Halten unsere Mobilfunknetze den rasant steigenden Anforderungen stand?

Halten unsere Mobilfunknetze den rasant steigenden Anforderungen stand?

Die Beantwortung dieser Fragen erhielt am 31. Mai erneute Bedeutung, als das Mobilfunknetz der Telekom hinsichtlich der Verfügbarkeit der Online-Dienste seine Leistung versagte. Weder über UMTS noch LTE war für eine reichliche Stunde der Zugriff auf das Internet, einschließlich des E-Mail-Verkehrs nicht möglich. Lediglich Telefonate und das Verschicken von SMS waren noch möglich.

Die Beantwortung dieser Fragen erhielt am 31. Mai erneute Bedeutung, als das Mobilfunknetz der Telekom hinsichtlich der Verfügbarkeit der Online-Dienste seine Leistung versagte. Weder über UMTS noch LTE war für eine reichliche Stunde der Zugriff auf das Internet, einschließlich des E-Mail-Verkehrs nicht möglich. Lediglich Telefonate und das Verschicken von SMS waren noch möglich.

Obwohl von der Telekom bis jetzt keine hierfür verantwortliche Ursache ermittelt beziehungsweise bekannt gegeben wurde, taucht nun verstärkt die Vermutung auf, dass der extrem ansteigende mobile Datenverkehr, der mit der breiten Anwendung der Smartphones ursächlich verbunden ist, dafür eine entscheidende Rolle spielen könnte.
Sollte sich dies bestätigen, würde die Qualität und Leistungsfähigkeit der mobilen Netze wieder auf dem Prüfstand stehen.

Fakten, die zumindest einen gewissen Zusammenhang vermuten lassen, sind zudem nicht von der Hand zu weisen. So stieg der Anteil der Mobilfunknutzer mit einem Smartphone in Deutschland innerhalb der letzten drei Jahre von 16,5 Prozent auf rund 50 Prozent an. Die damit verbundene zunehmende Belastung der Netze wird durch die nahezu parallel erfolgte Einführung von LTE noch deutlich unterstützt. Immerhin ist die Hälfte der Smartphone-Besitzer, und damit ein Viertel aller Mobilfunknutzer ständig online. Mit der durch LTE begünstigten Nutzung besonders datenintensiver Applikationen, wie beispielsweise Videos, die weiter zunehmen dürfte, steigt der mobile Datentransfer rapide an.
So belegt eine von der Wirtschaftswoche verbreitete Statistik, dass im Jahr 2011 acht Mal mehr Daten über die Mobilfunknetze ausgetauscht wurden, als im gesamten weltweiten Internetverkehr des Jahres 2000.

So ist unabhängig von der noch zu ermittelnden Ursache der kurzzeitigen Störung am vergangenen Freitag ein sorgenvoller Blick auf die weitere Entwicklung des mobilen Datenverkehrs und die dafür erforderlichen Netze der Mobilfunkanbieter sicher erlaubt. In dessen Resultat ist ein sinnvoller Umgang mit dem mobilen Internet unter dem Gesichtspunkt der verfügbaren Netze im Interesse aller anzumahnen.