ZTE macht Frequenzen im 3,5 GHz-Bereich für LTE nutzbar

ZTE macht Frequenzen im 3,5 GHz-Bereich für LTE nutzbar

Das chinesische Unternehmen ZTE bestätigt erneut seine führende Rolle in der LTE-Branche mit der Entwicklung einer TD-LTE-Basisstation, die in China selbst aber auch in Japan und Schweden bereits mit Erfolg erprobt wurde.

Das chinesische Unternehmen ZTE bestätigt erneut seine führende Rolle in der LTE-Branche mit der Entwicklung einer TD-LTE-Basisstation, die in China selbst aber auch in Japan und Schweden bereits mit Erfolg erprobt wurde.

Was die TD-LTE-Basisstation besser kann

Die im 3,5 GHz-Frequenzbereich arbeitende Time Division-Long Term Evolution-Basisstation sorgt mit einer Sendeleistung von 80 Watt dafür, dass die Kapazität und damit die nutzbare Bandbreite einer derartigen Station gesteigert wird. Andererseits ist sie dank eines von ZTE entwickelten Verfahrens zur Bündelung von Trägerfrequenzen in der Lage, die durch die erhöhte Frequenz eintretende geringere Reichweite zumindest um 25 Prozent steigern zu können.

Damit eröffnet sich in der Praxis mit einem künftigen kombinierten Einsatz von Basisstationen im 800-MHz-Bereich und im 3,5 GHz-Bereich die Möglichkeit, den ersteren Bereich vorzugsweise in den weiträumigeren ländlichen Gebieten einzusetzen, und mit dem Einsatz der TD-LTE-Basisstation in größeren Städten und Ballungsgebieten die dort anfallenden hohen Belastungen durch ihre gesteigerte Kapazität weitestgehend auszugleichen.

Mobilfunkbetreiber E-Plus tritt aus seinem bisherigen Schattendasein hervor

Nachdem das Konsortium von 3GPP die von TD-LTE genutzten Frequenzen bereits als Industriestandard deklariert hat, meldet sich nun in Deutschland der bisher auf dem Gebiet von LTE recht zurückhaltend operierende Mobilfunkbetreiber E-Plus zu Wort. So bestätigte E-Plus seine Zusammenarbeit mit ZTE und die daraus entstandene gemeinsam entwickelte LTE-Antenne, die sich in Deutschland im derzeit höchsten für LTE verfügbaren Frequenzbereich von 2,6 GHz einsetzen lässt.

Diese neue LTE-Antenne nutzt mehr Sender und Empfänger für ihren Betrieb und arbeitet nach einem neuen Sende- und Empfangsverfahren. Für dieses verwenden sie nur einen gemeinsamen Kanal, in dem extrem schnell zwischen Sende- und Empfangsbetrieb umgeschaltet wird, so dass der Eindruck einer gleichzeitigen Kommunikation entsteht.

E-Plus hat mit seiner dabei gezeigten Aktivität zumindest in Deutschland für die technologische Erweiterung und Verbesserung der LTE-Technik eine gewisse Pionierrolle übernommen.