Drosselung
Eine Drosselung macht aus einem schnellen Anschluss über Nacht einen sehr langsamen. Hier steht, wann sie greift und welche Tarife ohne auskommen.
Stand:
Eine Drosselung ist eine vom Anbieter verordnete Bremse: Hast du das Datenvolumen deines Tarifs verbraucht, senkt er deine Geschwindigkeit bis zum Ende des Abrechnungsmonats. Ab dem nächsten Monat geht es wieder mit vollem Tempo weiter.
Die gedrosselte Geschwindigkeit ist so niedrig, dass kaum mehr als Messenger und E-Mails gehen; Werte von 32 oder 64 kbit/s sind bei Handytarifen üblich. Ein Video ruckelt da nicht mehr, es lädt gar nicht. Bei vielen Tarifen kannst du gegen Aufpreis Volumen nachbuchen, manche tun das automatisch und berechnen es dir. Lies deshalb nach, ob eine sogenannte Datenautomatik im Vertrag steht.
Drosselung bei Internet zuhause über Mobilfunk
Für einen Haushalt ist ein gedrosselter Anschluss praktisch kein Anschluss. Ein Mensch, der abends streamt, verbraucht leicht 100 bis 200 GB im Monat, eine Familie ein Vielfaches. Für einen LTE- oder 5G-Router als Hauptanschluss taugen deshalb nur Tarife mit unbegrenztem Volumen. Die gibt es bei allen großen Netzbetreibern; was sie kosten, steht im Tarifvergleich.
Auch „unbegrenzt“ hat manchmal Grenzen, nur andere. Manche Tarife sind von vornherein auf eine Höchstgeschwindigkeit begrenzt, gleich wie viel du verbrauchst. Andere sind an eine feste Adresse gebunden: Der Router funktioniert nur in den Funkzellen rund um die Adresse, für die du ihn angemeldet hast. Und bei Überlast einer Zelle dürfen Netzbetreiber den Verkehr steuern; die Regeln dafür setzt die EU-Verordnung zur Netzneutralität.
Steht im Vertrag ein großes, aber endliches Volumen, rechne nach: Dein bisheriger Verbrauch steht meist im Kundenportal deines Festnetzanbieters oder in der Oberfläche deines Routers. Liegt er nah an der Grenze, nimm den unbegrenzten Tarif.
Welche Anschlussarten ohne Telefonleitung es gibt und worauf es bei der Tarifwahl ankommt, steht unter Internet ohne Festnetz.