5G zuhause
5G kann eine DSL-Leitung ersetzen, wenn der Empfang stimmt. Hier steht, wo das Netz heute steht, welche Tarife und Router es für zuhause gibt und für wen sich das lohnt.
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5G zuhause lohnt sich vor allem dort, wo die Leitung langsam ist und das 5G-Signal am Haus stark ankommt. Dann bekommst du über einen 5G-Router oft mehrere hundert MBit/s, mehr als jeder DSL-Anschluss auf dem Land schafft. Liegt dagegen Glasfaser oder Kabel im Haus, bleibt die Leitung meist die bessere Wahl: stabiler, ohne Volumengrenze, abends ohne Einbruch.
Dazwischen liegt der große Rest. Für viele Haushalte ist 5G ein brauchbarer Ersatz, für andere nur die Überbrückung bis zum Glasfaseranschluss.
Was 5G zuhause bringt und was nicht
Der Unterschied zu LTE liegt vor allem in der Kapazität. Auf der Frequenz um 3,6 GHz stehen einem Netzbetreiber bis zu 90 MHz am Stück zur Verfügung, ein Vielfaches dessen, was LTE in einem Band hat. Das heißt mehr Tempo für jeden in der Zelle, und der Abend fühlt sich weniger zäh an. Mit 5G Standalone sinkt zusätzlich die Latenzzeit, was bei Videokonferenzen und Spielen auffällt.
Was 5G nicht ändert: Funk bleibt ein geteiltes Medium. Alle Geräte in einer Funkzelle teilen sich deren Kapazität, und Wände, Bäume und Entfernung zum Mast kosten Signal. Ein 5G-Tarif garantiert dir keine feste Bandbreite, anders als ein Glasfaseranschluss mit zugesicherter Mindestgeschwindigkeit.
Und nicht jedes 5G ist schnell. Auf 700 MHz reicht 5G weit, bringt aber kaum mehr Tempo als LTE.
Wo 5G in Deutschland heute steht
Laut dem Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur (Datenstand Juni 2026) erreicht 5G in allen Ausprägungen 96,2 Prozent der Fläche Deutschlands, LTE rund 97,8 Prozent. Gezählt wird, wo mindestens ein Netzbetreiber funkt. Bei den Haushalten liegt die Quote höher, weil die Netze zuerst dort ausgebaut werden, wo Menschen wohnen.
Die Zahl sagt wenig über dein Haus. Sie zählt jede Form von 5G, auch das schmale Signal auf 700 MHz oder 5G, das sich per DSS (Dynamic Spectrum Sharing) ein LTE-Band teilt. Das schnelle 5G auf 3,6 GHz gibt es vor allem in Städten, an Hauptverkehrswegen und in größeren Orten.
Die Frequenzen im Überblick
| Band | Frequenz | Reichweite | Tempo | Wofür |
|---|---|---|---|---|
| n28 | 700 MHz | mehrere Kilometer, gut durch Wände | gering, oft wie LTE | Fläche, ländliche Gebiete, Innenräume |
| n3 / n1 | 1800 / 2100 MHz | mittel | mittel, oft mit LTE geteilt (DSS) | Ausbau auf vorhandenen Masten |
| n78 | 3,4 bis 3,8 GHz (kurz: 3,6 GHz) | einige hundert Meter bis rund zwei Kilometer | hoch, mehrere hundert MBit/s | Städte, Orte, Kapazität |
Welche Frequenzbänder ein Betreiber an deinem Ort nutzt, unterscheidet sich von Mast zu Mast. Für zuhause ist n78 das Band, das den Unterschied macht. Ob es bei dir ankommt, zeigt der Router im Menü oder ein Smartphone mit einer Netzinfo-App.
5G Standalone
Anfangs lief 5G in Deutschland als Non-Standalone: Das 5G-Signal hängt an einem LTE-Kernnetz, der Verbindungsaufbau geht über LTE. Bei 5G Standalone (SA) arbeitet die Verbindung komplett mit einem eigenen 5G-Kernnetz. Das senkt die Latenz und macht Dinge wie Network Slicing möglich.
o2 und Vodafone haben SA früh für Privatkunden geöffnet. Bei der Telekom war SA für Privatkunden lange an einzelne Optionen und Geräte gebunden. Ob dein Tarif und dein Router SA nutzen, steht in den Tarifdetails und im Datenblatt des Routers.
Welche Tarife und Router es für zuhause gibt
Alle drei großen Netzbetreiber verkaufen Tarife, die für den Router zuhause gedacht sind. Sie unterscheiden sich weniger im Netz als im Modell: Die einen rechnen nach Datenvolumen ab, die anderen nach Geschwindigkeit.
- Vodafone GigaCube: Tarife mit festem Datenvolumen und eine Variante ohne Volumengrenze, dazu ein LTE- oder 5G-Router. Der GigaCube 5G nutzt das 5G-Netz von Vodafone, wo es verfügbar ist.
- o2 Home mit HomeSpot 5G: o2 staffelt die Tarife nach Geschwindigkeit, das Datenvolumen ist unbegrenzt. Der HomeSpot 5G ist der passende Router dazu, zur Miete oder zum Kauf.
- Telekom Speedbox: Tarife mit festem Datenvolumen über LTE und 5G. Dazu bietet die Telekom Hybrid-Anschlüsse an, die eine DSL-Leitung mit dem Mobilfunknetz bündeln. Prüfe beide, wenn du im Telekom-Netz den besten Empfang hast.
Daneben gibt es Angebote von Marken, die in diesen Netzen funken, etwa congstar im Telekom-Netz. Viele Zuhause-Tarife sind an eine Adresse gebunden oder schließen den Einsatz im Smartphone aus. Lies die Bedingungen, bevor du einen nimmst, der auch im Wohnmobil laufen soll.
Die aktuellen Tarife mit Preis, Volumen und Geschwindigkeit stehen im Tarifvergleich für LTE und 5G zuhause, neben DSL, Kabel und Glasfaser.
Was 5G zuhause kostet
Tarife für das Internet über Mobilfunk zuhause beginnen bei rund 30 Euro im Monat (Stand Oktober 2026). Für unbegrenztes Volumen bei voller Geschwindigkeit zahlst du deutlich mehr, im Bereich um 60 bis 70 Euro. Ein DSL- oder Glasfaseranschluss mit ähnlichem Tempo kostet oft nicht mehr.
Dazu kommt der Router. Die Netzbetreiber vermieten ihre 5G-Router oder verkaufen sie mit dem Vertrag. Ein eigener 5G-Router im Handel kostet einige hundert Euro, Außengeräte eher mehr. Wie die Geräte sich unterscheiden, steht auf der Seite 5G-Router für zuhause.
Für wen sich 5G zuhause lohnt
Gut passt 5G, wenn mindestens zwei dieser Punkte auf dich zutreffen:
- Deine Leitung liefert weniger als 50 MBit/s, und Glasfaser ist nicht in Sicht.
- Am Haus kommt 5G auf 3,6 GHz an, oder LTE mit gutem Signal.
- Du brauchst kein Volumen im Bereich mehrerer Terabyte im Monat, oder du nimmst einen Tarif ohne Volumengrenze.
- Du willst flexibel bleiben: Umzug, Zweitwohnung, Wartezeit auf den Glasfaseranschluss.
Weniger gut passt es, wenn mehrere Leute gleichzeitig in 4K streamen und spielen, wenn du im Homeoffice auf eine feste Upload-Rate angewiesen bist oder wenn der Router nur ein schwaches Signal hat. Dann hilft manchmal eine bessere Antenne, manchmal nur die Leitung.
Wie die Lage an deinem Ort aussieht, zeigen die Ortsseiten: Dort steht je Gemeinde, welcher Anteil der Haushalte 5G empfängt und wie gut die Leitungen sind. Wenn das Festnetz bei dir gar nicht reicht, lies weiter unter Mobilfunk als Festnetz-Ersatz.
Häufige Fragen zu 5G zuhause
Brauche ich für 5G zuhause einen neuen Router?
Ja. Ein LTE-Router kann kein 5G, auch nicht nach einem Update. Ein 5G-Router fällt umgekehrt auf LTE zurück, wenn kein 5G da ist. Achte darauf, dass er die Bänder n28 und n78 beherrscht.
Ist 5G schneller als DSL?
Oft ja, wenn 5G auf 3,6 GHz ankommt: Dann sind mehrere hundert MBit/s möglich, mehr als ein typischer DSL-Anschluss. Mit 5G auf 700 MHz liegt das Tempo eher auf LTE-Niveau. Glasfaser und Kabel schafft 5G im Alltag selten, vor allem abends nicht.
Kann ich 5G zuhause mit meinem Handytarif nutzen?
Technisch ja, wenn du die SIM in einen 5G-Router steckst und der Tarif genug Volumen hat. Manche Tarife verbieten aber den Einsatz in einem stationären Router, und Smartphone-Tarife mit Datenflat sind dafür nicht immer gedacht. Sieh in die Vertragsbedingungen.
Woher weiß ich, ob bei mir 5G ankommt?
Die Netzkarten der Anbieter geben einen ersten Hinweis, die Ortsseiten zeigen den Anteil der Haushalte mit 5G. Sicher bist du erst nach einem Test im Haus: mit einem 5G-Smartphone am Fenster oder mit einem Router, den du innerhalb der Widerrufsfrist zurückgeben kannst.
Ist 5G Standalone für zuhause wichtig?
Für Surfen und Streamen kaum. Spürbar wird SA bei der Latenz, etwa beim Spielen oder in Videokonferenzen. Wenn dein Router und dein Tarif SA können, nimm es mit, aber mach die Wahl des Anbieters nicht davon abhängig.
Ist 5G-Strahlung zuhause ein Problem?
Für 5G gelten in Deutschland dieselben Grenzwerte wie für LTE, überwacht von der Bundesnetzagentur. Ein Router mit gutem Empfang sendet mit weniger Leistung als einer am Rand der Zelle.
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