Wo LTE und 5G die Leitung ersetzen

LTE gibt es in 7.163 von 7.203 Orten für jeden Haushalt. Die Frage ist deshalb nicht, ob Mobilfunk ankommt, sondern wo er die Leitung schlägt. Hier stehen die Orte ab 900 Einwohnern, geordnet danach, wie viele Haushalte über DSL, Kabel und Glasfaser keine 50 MBit/s bekommen.

Zwei Orte, zwei Antworten

In Halle (Saale) (226.767 Einwohner, Sachsen-Anhalt) kommen 34 % der Haushalte über keine Leitung auf 50 MBit/s. 5G erreicht dort 100 %. Für diese Haushalte ist ein 5G-Router keine Notlösung, sondern der schnellere Anschluss.

Anders in Grimma (27.529 Einwohner, Sachsen): Die Lücke ist mit 62 % ähnlich groß, aber 5G erreicht nur 35 % der Haushalte. Wer dort auf Mobilfunk setzt, surft meist über LTE und sollte vor Vertragsschluss den Empfang am Fenster testen.

Beide Orte sucht der Bau aus den aktuellen Daten heraus; mit dem nächsten Stand des Breitbandatlas können es andere sein.

Mindestens die Hälfte der Haushalte ohne schnelle Leitung

635 Orte, in denen mindestens 50 % der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommen. Zusammen 2.104.810 Einwohner, davon 76 % mit 5G. Die 30 größten:

Ein Drittel bis die Hälfte ohne 50 MBit/s

673 Orte, in denen 30 bis 49 % der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommen. Zusammen 3.403.044 Einwohner, davon 81 % mit 5G. Die 30 größten:

Jeder siebte bis dritte Haushalt ohne 50 MBit/s

1.517 Orte, in denen 15 bis 29 % der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommen. Zusammen 11.540.870 Einwohner, davon 86 % mit 5G. Die 30 größten:

Einzelne Lücken im Festnetz

3.426 Orte, in denen 5 bis 14 % der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommen. Zusammen 54.943.419 Einwohner, davon 92 % mit 5G. Die 30 größten:

Festnetz fast überall schnell

923 Orte, in denen weniger als 5 % der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommen. Zusammen 9.647.450 Einwohner, davon 90 % mit 5G. Die 30 größten:

Die Bundesländer im Vergleich

Anteil der Orte, in denen mindestens ein Drittel der Haushalte keine 50 MBit/s über die Leitung bekommt, und der Anteil der Einwohner mit 5G.

BundeslandOrteLücke ab 30 %5G
Mecklenburg-Vorpommern260 58 % (152)84 %
Schleswig-Holstein437 38 % (165)93 %
Niedersachsen755 28 % (213)93 %
Sachsen399 28 % (113)87 %
Baden-Württemberg1.032 20 % (202)82 %
Nordrhein-Westfalen396 13 % (52)95 %
Rheinland-Pfalz749 13 % (99)84 %
Bayern1.969 12 % (230)88 %
Sachsen-Anhalt202 12 % (25)87 %
Brandenburg275 9 % (25)89 %
Thüringen225 9 % (20)75 %
Hessen419 3 % (12)90 %
Berlin1 0 % (0)100 %
Bremen2 0 % (0)100 %
Hamburg1 0 % (0)100 %
Saarland52 0 % (0)88 %

Baden-WürttembergBayernBerlinBrandenburgBremenHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSaarlandSachsenSachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinThüringen

Was die Zahlen sagen und was nicht

Alle Anteile stammen aus dem Breitbandatlas des Bundes und gelten für den ganzen Ort. Für deine Hausnummer sagen sie nichts. Wer am Ortsrand wohnt, kann eine schlechtere Leitung und ein schwächeres Funksignal haben als der Durchschnitt.

Die Lücke im Festnetz rechnen wir aus der besten einzelnen Leitungsart. Der Atlas meldet DSL, Kabel und Glasfaser getrennt und nicht, wie viele Haushalte von mindestens einer davon erreicht werden. Die echte Lücke ist deshalb höchstens so groß wie die angegebene, meist kleiner.

Beim Mobilfunk zählt der Atlas, wo ein Netz im Freien ankommt. Dicke Wände, Keller und Hanglagen schlucken Signal. Wie du den Empfang zuhause verbesserst, steht auf einer eigenen Seite.