Funkzelle
Jedes Handy und jeder Router hängt an einer Funkzelle. Hier steht, warum es darauf mehr ankommt als auf den Tarif und was eine volle Zelle für dich heißt.
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Eine Funkzelle ist das Gebiet, das eine Antennengruppe an einem Funkmast mit Mobilfunk versorgt. Ein Mobilfunknetz besteht aus Tausenden solcher Zellen, die sich an den Rändern überlappen. Bewegst du dich mit dem Handy, reicht das Netz die Verbindung von Zelle zu Zelle weiter, ohne dass ein Gespräch abbricht. Das heißt Handover.
Wie groß eine Zelle ist, hängt vor allem vom Frequenzband ab. Auf 800 MHz kann sie auf dem Land zehn Kilometer und mehr reichen, auf 3,6 GHz für 5G in der Stadt oft nur ein paar hundert Meter. Eine Zelle, die nur eine LTE-Frequenz ausstrahlt, gibt es kaum noch: An einem Standort laufen meist mehrere Bänder übereinander, und dein Gerät nutzt die, die es gut empfängt. Mehr zur LTE-Variante unter LTE-Zelle.
Alle in der Zelle teilen sich die Kapazität
Darin liegt der größte Unterschied zum Festnetz. Eine Zelle hat eine feste Gesamtkapazität, und alle Geräte darin teilen sie sich. Surft abends das halbe Dorf, bekommt jeder weniger. Dazu kommt: Geräte am Rand der Zelle mit schwachem Signal brauchen für dieselbe Datenmenge mehr Funkzeit als Geräte in Mastnähe und bremsen die Zelle damit stärker.
Für Internet zuhause über Mobilfunk heißt das zweierlei. Erstens: Miss dein Tempo auch abends, bevor du dich auf einen Tarif festlegst. Zweitens: Viele Tarife für zuhause sind an deine Adresse gebunden, genauer an die Zellen rund um sie. Ziehst du um oder nimmst ihn mit in den Urlaub, funktioniert er dort nicht oder nur eingeschränkt. Die Netzbetreiber steuern so, wie viele Router mit unbegrenztem Volumen in einer Zelle hängen.
Ob die Zelle an deinem Ort noch Platz für einen Heimanschluss hat, prüfen die Anbieter bei der Bestellung anhand deiner Adresse. Was an deinem Ort verfügbar ist, zeigen die Ortsseiten.