LTE-Zelle

Dein LTE-Router hängt immer an einer Zelle. Hier steht, wie groß sie ist und warum das Tempo abends sinken kann.

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Eine LTE-Zelle ist das Gebiet, das eine Antenne an einem Funkmast auf einer bestimmten Frequenz versorgt. Ein Mast trägt meist drei Sektoren mit je eigener Zelle, und das für jedes Frequenzband getrennt. Allgemeiner beschreibt das der Eintrag Funkzelle.

Wie weit eine Zelle reicht

Das hängt vor allem an der Frequenz. Auf 800 MHz reicht eine Zelle auf dem Land zehn Kilometer und weiter und kommt gut durch Wände. Auf 1800 MHz sind es eher drei bis fünf, auf 2600 MHz oft nur ein bis zwei Kilometer. Dafür tragen die hohen Bänder mehr Daten. In der Stadt sind die Zellen mit Absicht kleiner, damit sich weniger Menschen eine teilen.

Dein Router hängt deshalb nicht einfach „am Mast“, sondern an einer oder, mit Carrier Aggregation, an mehreren Zellen zugleich.

Geteilte Kapazität

Alle aktiven Geräte in einer Zelle teilen sich ihre Kapazität. Das ist der größte Unterschied zur Leitung. Am Vormittag hast du vielleicht 120 Mbit/s, abends, wenn im Dorf gestreamt wird, nur noch 30. Wer am Rand der Zelle wohnt, verbraucht mit schwachem Signal mehr Funkzeit für dieselbe Datenmenge und bekommt weniger ab.

Daraus folgt für Internet zuhause: Ein guter Platz für den Router oder eine Außenantenne verbessert das Signal und damit deinen Anteil. Ein Wechsel auf ein anderes Netz oder auf 5G kann eine weniger ausgelastete Zelle bringen. Hinweise dazu stehen unter Empfang verbessern.

Eine Zelle ist auch die Einheit, in der das Netz dich findet. Wechselst du mit dem Handy von einer Zelle zur nächsten, reicht das Netz die Verbindung weiter (Handover). Ein Router zuhause bleibt meist bei derselben Zelle, solange sie gut genug ist.