1&1
1&1 ist der jüngste Netzbetreiber Deutschlands. Für zuhause gibt es den Tarif „5G zu Hause“, allerdings nur dort, wo das eigene 1&1-Netz schon steht. Hier steht, was das bedeutet.
Stand:
1&1 betreibt seit Dezember 2023 ein eigenes Mobilfunknetz und ist damit der vierte Netzbetreiber in Deutschland. Das Netz ist noch im Aufbau. Wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, funken die Kunden über das Netz von Vodafone, das nennt sich National Roaming. Für Internet zuhause bietet 1&1 den Tarif „5G zu Hause“ an. Den gibt es aber nur an Adressen, die das eigene 5G-Netz von 1&1 erreicht, nicht im Roaming.
1&1 5G zu Hause
„5G zu Hause“ ist ein Festnetzersatz: Internet und eine Telefon-Flat ins deutsche Festnetz, beides über einen 5G-Router. Nach der Leistungsbeschreibung von 1&1 gibt es drei Varianten.
| Tarif | Download | Upload | Volumen | Nach dem Volumen |
|---|---|---|---|---|
| 5G zu Hause 100 | bis 500 Mbit/s | bis 40 Mbit/s | 100 GB im Monat | gedrosselt auf 384 kbit/s |
| 5G zu Hause 250 | bis 500 Mbit/s | bis 40 Mbit/s | 250 GB im Monat | gedrosselt auf 384 kbit/s |
| 5G zu Hause Unlimited | bis 500 Mbit/s | bis 40 Mbit/s | unbegrenzt | keine Drosselung |
Der Tarif gilt nur am vereinbarten Standort, mobil nutzen ist ausdrücklich ausgeschlossen. Vor der Bestellung prüft 1&1 die Verfügbarkeit an deiner Adresse; bestellen kannst du nur, wenn das Ergebnis positiv ist. Preise stehen im Tarifvergleich.
Als Router bietet 1&1 einen HomeServer 5G zur Miete an. Ein eigener 5G-Router geht ebenfalls, dann aber nur mit physischer SIM-Karte und dem Zugangspunkt, den 1&1 dafür vorgibt. Worauf du bei einem 5G-Router achtest, steht unter 5G-Router.
Die Netzkarte zeigt mehr, als der Tarif nutzt
Der Netzcheck von 1&1 zeigt auch Gebiete, die über Vodafone versorgt werden. Für Handytarife ist das richtig, für „5G zu Hause“ zählt nur das eigene Netz. Verlass dich deshalb auf die Verfügbarkeitsprüfung im Bestellvorgang.
Das 1&1-Netz
1&1 ersteigerte 2019 eigene Frequenzen für 5G und baut seitdem ein Netz nach dem Open-RAN-Prinzip: Antennen und Software stammen von verschiedenen Herstellern und lassen sich frei kombinieren, statt alles von einem Ausrüster zu beziehen. Das Netz ging im Dezember 2023 an den Start. Im Lauf von 2024 und 2025 zogen die Kunden aus dem o2-Netz, in dem 1&1 zuvor als Wiederverkäufer funkte, ins eigene Netz um.
Wo eigene Antennen fehlen, übernimmt Vodafone. Für dich als Kunde passiert das ohne Zutun: Das Handy bucht sich dort ins Vodafone-Netz ein. Die Lizenzauflagen verlangten, bis Ende 2025 ein Viertel der Haushalte mit eigenem Netz zu versorgen, und bis 2030 die Hälfte der Bevölkerung. Die erste Marke hat 1&1 nach eigenen Angaben erreicht. Offen ist, ob 1&1 Zugang zu Frequenzen unter 1 GHz bekommt, die für die Versorgung auf dem Land und in Gebäuden besonders wertvoll sind; darüber streitet das Unternehmen mit den anderen Netzbetreibern vor der Bundesnetzagentur.
Für Internet zuhause heißt das: In Städten, in denen 1&1 schon ausgebaut hat, ist „5G zu Hause“ eine Option. Auf dem Land kommt der Tarif derzeit meist nicht in Frage, dort schaust du besser bei Telekom, Vodafone oder o2. Wie dein Ort versorgt ist, zeigen die Seiten unter Orte, und wie du die Netzkarten liest, steht unter LTE-Verfügbarkeit prüfen.
Vom Wiederverkäufer zum Netzbetreiber
1&1 aus Montabaur war lange ein reiner Wiederverkäufer. Schon 2011 verkaufte das Unternehmen LTE-Tarife im Vodafone-Netz, später lief der Mobilfunk von 1&1 über o2. DSL und Glasfaser bietet 1&1 weiter auf den Leitungen anderer Anbieter an. Mit dem eigenen Mobilfunknetz hat sich das Unternehmen vom Mieter zum Betreiber gewandelt. Beim Ausbau liegt 1&1 noch weit hinter den drei anderen Netzen.
Funkt 1&1 im Vodafone-Netz?
Teilweise. Wo 1&1 eigene Antennen hat, nutzt du das 1&1-Netz. Sonst bucht sich dein Gerät per National Roaming bei Vodafone ein.
Warum bekomme ich 5G zu Hause nicht, obwohl die Karte 5G zeigt?
Weil der Tarif nur im eigenen 1&1-Netz läuft, die Karte aber auch die Vodafone-Versorgung zeigt. Maßgeblich ist die Prüfung bei der Bestellung.
Gibt es bei 1&1 eine Telefon-Flat zum Internet über Mobilfunk?
Ja. Die Tarife „5G zu Hause“ enthalten eine Flatrate ins deutsche Festnetz.