LTE-Verfügbarkeit prüfen

LTE gibt es fast überall. Ob es an deiner Adresse für Internet zuhause reicht, verraten die Netzkarten der Betreiber, die Karten der Bundesnetzagentur und ein Test vor Ort.

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Am schnellsten prüfst du LTE und 5G mit der Netzkarte des Betreibers, dessen Tarif du nehmen willst. Gib dort deine Adresse ein und schalte auf die Ansicht für Gebäude oder Innenräume. Die Karten sind eine Prognose. Ob es bei dir im Wohnzimmer wirklich ankommt, zeigt erst ein Test mit einem Handy oder Router im selben Netz.

Die Frage „Gibt es LTE?“ stellt sich heute selten. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur versorgt mindestens ein Netzbetreiber rund 97,5 Prozent der Fläche mit 4G (Stand Januar 2025), bezogen auf Haushalte liegt der Wert noch höher. Spannender ist, wie stark das Signal bei dir ist und ob das Netz abends genug Kapazität hat.

Die Netzkarten der Betreiber

Jeder Netzbetreiber zeigt seine Abdeckung auf einer eigenen Karte. Prüfe immer das Netz, in dem dein Tarif läuft. Ein Discounter nutzt das Netz eines der großen Betreiber, welches, steht in den Tarifdetails.

NetzNetzkarteWas sie zeigt
Telekomtelekom.de: Netzausbau und Netzabdeckung2G, 4G und 5G je Adresse
Vodafonevodafone.de: Netzabdeckung2G, 4G und 5G je Adresse
o2o2online.de: Netzcheck4G und 5G, getrennt nach Gebäude und Freien
1&11und1.de: Netzcheck5G, 4G und 2G; dort, wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, das Vodafone-Netz

Zwei Hinweise zum Lesen. Erstens unterscheiden manche Karten, etwa die von o2, zwischen „im Freien“ und „in Gebäuden“; für einen Router im Haus zählt die zweite Angabe. Zweitens zeigen die Karten die Abdeckung, nicht die Auslastung. Eine Zelle kann dich gut erreichen und trotzdem abends voll sein.

Bei 1&1 genauer hinsehen

Für Handys funkt 1&1 dort, wo eigene Antennen fehlen, über das Vodafone-Netz. Der Tarif „5G zu Hause“ setzt dagegen das eigene 5G-Netz von 1&1 an der Adresse voraus. Die Verfügbarkeitsprüfung im Bestellvorgang ist hier die verlässliche Auskunft. Mehr dazu unter 1&1.

Die Karten der Bundesnetzagentur

Wer die Netze nebeneinander sehen will, findet das bei der Bundesnetzagentur. Drei Angebote helfen.

  • Mobilfunk-Monitoring. Die Bundesnetzagentur trägt die Meldungen aller Netzbetreiber auf einer Karte zusammen, getrennt nach 2G, 4G und 5G und nach Betreiber. Du findest sie im Gigabit-Grundbuch. Hier siehst du auch die „weißen Flecken“, an denen kein Betreiber 4G oder 5G meldet, und die „grauen Flecken“ mit nur einem Netz.
  • Breitbandatlas. Der Breitbandatlas zeigt in Rasterquadraten, welche Bandbreiten über DSL, Kabel und Glasfaser möglich sind. Er beantwortet die Gegenfrage: Wie gut ist die Leitung, mit der LTE sich messen muss? Mehr zum Atlas im Lexikon unter Breitbandatlas.
  • Funkloch-App. Die App der Bundesnetzagentur heißt heute „Mobilfunk-Check“ und läuft unter breitbandmessung.de. Sie zeichnet auf, welches Netz dein Handy tatsächlich empfängt: kein Netz, 2G, 4G oder 5G. Die Messungen aller Nutzer landen auf einer Funklochkarte. Das sind echte Messpunkte und keine Prognose.

Dein Ort auf einen Blick

Unter Orte findest du für jede Gemeinde eine eigene Seite. Sie zeigt, welcher Anteil der Haushalte mit LTE und mit 5G versorgt ist, wie viele Haushalte keine Leitung mit 50 oder 100 Mbit/s bekommen und welche Anschlüsse und Tarife es vor Ort gibt. Daran siehst du schnell, ob Mobilfunk an deinem Wohnort eher Alternative oder eher Überbrückung ist. Die Ortssuche am Rand jeder Seite führt dich direkt hin.

Vor Ort testen

Keine Karte ersetzt den Test am eigenen Fenster. So gehst du vor:

  1. Leih dir ein Handy mit einer SIM-Karte des Netzes, das du nutzen willst, oder nimm eine Prepaid-Karte.
  2. Miss an der Stelle, an der später der Router stehen soll, und zu verschiedenen Tageszeiten. Aussagekräftig ist vor allem der Wert am Abend zwischen 19 und 22 Uhr.
  3. Teste mit der Breitbandmessung oder einem anderen Speedtest und notier Download, Upload und Ping.
  4. Probier ein Fenster im Obergeschoss. Oft liegt dort ein deutlich besseres Signal an als im Erdgeschoss.

Ein Handy empfängt meist schlechter als ein Router mit größeren Antennen. Was das Handy schafft, schafft der Router in der Regel auch. Viele Tarife für zuhause gibt es ohne lange Laufzeit oder mit Rückgaberecht; nutze die ersten Tage für genau diesen Test. Wie du ein schwaches Signal verbesserst, steht unter Empfang verbessern.

Warum zeigt die Karte 5G, mein Handy aber LTE?

Die Karten zeigen die Versorgung im Freien oder rechnen mit einem Durchschnittsgebäude. In deinem Haus kann das Signal schwächer sein. Außerdem braucht 5G ein passendes Gerät und einen Tarif, der 5G freischaltet.

Wie genau sind die Netzkarten?

Sie beruhen auf Berechnungen der Betreiber und sind eine gute erste Orientierung. Die Bundesnetzagentur gleicht sie mit Messungen ab. Auf Straßenebene können sie trotzdem danebenliegen, deshalb lohnt der Test vor Ort.

Was tun, wenn kein Netz reicht?

Prüf alle vier Netze, nicht nur eines. Oft ist an derselben Adresse ein Betreiber deutlich stärker als die anderen. Hilft das nicht, holt eine Außenantenne oft noch genug Signal heraus; mehr unter LTE-Hardware.