5G-Router für zuhause
Ein 5G-Router holt das Signal aus dem Mobilfunknetz und verteilt es per WLAN und Kabel im Haus. Hier steht, welche Arten es gibt und woran du einen guten erkennst.
Stand:
Für die meisten Haushalte reicht der Router, den der Netzbetreiber zum Tarif anbietet. Einen freien Router lohnt es sich zu kaufen, wenn du den Tarif später wechseln willst, mehr Anschlüsse brauchst oder eine Außenantenne anschließen möchtest. Ein Außengerät ist die Lösung für Häuser, in denen drinnen kaum Signal ankommt.
Welche Arten von 5G-Routern es gibt
| Art | Wo er steht | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Tischrouter (Indoor) | am Fenster, im Regal | einfach, WLAN und Telefonie im Gerät | Empfang hängt am Standort im Haus |
| Router mit Antennenanschlüssen | drinnen, Antenne außen oder am Fenster | Außenantenne nachrüstbar | Kabel durch Wand oder Fenster nötig |
| Außengerät (Outdoor-Router) | an Fassade, Dach oder Mast | bester Empfang, ein Netzwerkkabel ins Haus | Montage, meist eigenes WLAN-Gerät drinnen nötig |
| Mobiler Hotspot | überall | klein, mit Akku | schwache Antennen, wenige Geräte gleichzeitig |
Für zuhause sind die ersten drei gedacht. Ein mobiler Hotspot taugt für den Urlaub und die Baustelle, als Hauptanschluss für eine Familie nicht.
Router vom Anbieter oder freier Router?
Die Netzbetreiber bieten zu ihren Zuhause-Tarifen eigene Geräte an: Vodafone den GigaCube 5G, o2 den HomeSpot 5G, die Telekom die Speedbox. Die Geräte sind auf das jeweilige Netz eingestellt, und bei Problemen hilft die Hotline des Anbieters. Du mietest sie meist monatlich oder kaufst sie zum Vertrag.
Ein freier Router gehört dir. Er funktioniert mit jeder SIM-Karte, solange das Gerät keinen Netzlock hat, und du nimmst ihn beim Tarifwechsel mit. Seit 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit: Du darfst ein eigenes Gerät nutzen. Bei Mobilfunk-Tarifen ist das ohnehin üblich, die SIM steckt einfach im neuen Router.
Mietgerät oder Kauf?
Rechne die Miete über die Laufzeit hoch und vergleiche sie mit dem Kaufpreis eines freien Routers. Bei zwei Jahren und mehr ist der Kauf oft günstiger, bei einer Überbrückung von wenigen Monaten die Miete.
FRITZ!Box 5G und andere freie Router
Bei den freien Routern ist in Deutschland AVM mit der FRITZ!Box am bekanntesten. Zwei Modelle sind für 5G gedacht:
- FRITZ!Box 6850 5G: Tischrouter mit vier LAN-Ports, WLAN nach Wi-Fi 5 und DECT-Basis für Schnurlostelefone. Zwei der vier Mobilfunkantennen sind außen über SMA-Buchsen angeschlossen, dort passt auch eine Außenantenne.
- FRITZ!Box 6860 5G: seit Anfang 2025 auf dem Markt, für drinnen und draußen. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt (IP54), Strom und Daten laufen über ein einziges Netzwerkkabel (PoE). Wi-Fi 6 und DECT sind eingebaut, die vier Antennen sind innen, einen Anschluss für eine Außenantenne gibt es nicht.
Beide beherrschen 5G Standalone und die in Deutschland genutzten Bänder. Daneben bieten Hersteller wie Zyxel, TP-Link und Huawei 5G-Router an, für innen wie für außen. Prüfe bei jedem Gerät, ob es die deutschen Bänder abdeckt und Firmware-Updates bekommt.
Außenantennen und Außengeräte
Eine Antenne auf dem Dach oder an der Fassade bringt oft mehr als jeder Router-Wechsel. Jede Wand, jede beschichtete Scheibe kostet Signal, und 5G auf 3,6 GHz leidet darunter besonders. Draußen und in der Höhe fallen diese Verluste weg.
Es gibt zwei Wege. Bei einer Außenantenne führen Koaxialkabel zum Router drinnen. Das Kabel selbst kostet Signal, vor allem auf hohen Frequenzen, deshalb sollte es kurz und dick sein. Ein Außengerät wie die FRITZ!Box 6860 5G sitzt dagegen selbst draußen und schickt die Daten über ein Netzwerkkabel ins Haus. Dabei geht auf dem Weg nichts verloren.
Für 5G braucht eine Außenantenne vier Anschlüsse (4x4 MIMO) oder wenigstens zwei, und sie muss bis 3,8 GHz reichen. Viele ältere LTE-Antennen enden bei 2,7 GHz und helfen dann nur auf den unteren Bändern.
Worauf du beim Kauf achtest
- Bänder: mindestens n1, n3, n28 und n78 für 5G, dazu die LTE-Bänder 1, 3, 7, 8 und 20.
- 5G Standalone sollte das Gerät können, auch wenn du es heute nicht nutzt.
- Antennen: 4x4 MIMO im Gerät, Anschlüsse für eine Außenantenne, wenn dein Empfang knapp ist.
- Anzeige des Signals: Ein guter Router zeigt RSRP, SINR und das genutzte Band, nicht nur Balken. Das brauchst du, um den besten Platz zu finden.
- WLAN: Wi-Fi 6 oder neuer, Mesh, wenn das Haus groß ist.
- Anschlüsse: LAN-Ports für Fernseher und Rechner, Telefonie, wenn du noch ein Festnetztelefon nutzt.
- Updates: Wie lange liefert der Hersteller Firmware? Bei Geräten, die rund um die Uhr am Netz hängen, zählt das auch für die Sicherheit.
Was die Begriffe auf dem Datenblatt bedeuten, erklären LTE-Kategorie, Carrier Aggregation und 5G Standalone im Lexikon. Ob 5G überhaupt nötig ist, klärt 5G oder LTE für zuhause. Die Tarife zu den Routern stehen im Tarifvergleich, ältere und günstigere LTE-Geräte unter LTE-Hardware.