Ausbaustatus
Der Ausbaustatus sagt, wie weit ein Netz an einem Ort gebaut ist. Hier steht, wo du ihn findest und wie du ihn liest.
Stand:
Der Ausbaustatus beschreibt, wie weit ein Netz an einem bestimmten Ort gebaut ist: ob es dort verfügbar ist und mit welcher Geschwindigkeit. Das gilt für Mobilfunk (LTE, 5G) ebenso wie für DSL, Kabel und Glasfaser.
Netzbetreiber bauen dort zuerst, wo mit wenig Aufwand viele Kunden zu erreichen sind. Städte waren deshalb immer früher dran als Dörfer. Beim Mobilfunk hat sich der Abstand verkleinert, weil die Bundesnetzagentur Frequenzen nur mit Versorgungsauflagen vergibt, die auch das Land erfassen (mehr unter Netzausbau). Rund 98 Prozent der Fläche haben laut Bundesnetzagentur 4G oder 5G (Stand Oktober 2025). Beim Festnetz ist das Gefälle größer. Auf vielen Höfen und in Randlagen liefert die Kupferleitung weiterhin nur wenige Mbit/s.
Wo du den Ausbaustatus nachsiehst
Für das Festnetz ist der Breitbandatlas die amtliche Quelle. Er beruht auf Meldungen der Anbieter an die Bundesnetzagentur. Für Mobilfunk veröffentlichen Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 eigene Netzkarten, und die Bundesnetzagentur zeigt im Mobilfunk-Monitoring, welcher Betreiber wo mit welcher Technik sendet.
Alle diese Karten zeigen, was ein Anbieter für möglich hält, nicht was in deinem Wohnzimmer ankommt. Eine Fläche, die als „LTE verfügbar“ markiert ist, kann im Haus trotzdem schwachen Empfang haben. Und eine Glasfaser, die laut Atlas „verfügbar“ ist, liegt manchmal nur in der Straße, nicht im Haus.
Was du daraus ableitest
Ist das Festnetz schwach und das Mobilfunknetz gut ausgebaut, ist ein Router mit SIM-Karte oft die schnellere Leitung. Steht der Glasfaserausbau kurz bevor, reicht Mobilfunk vielleicht als Überbrückung. Auf den Ortsseiten stehen Netz und Festnetz für deinen Ort nebeneinander, und unter LTE-Verfügbarkeit steht, wie du den Empfang vor Ort selbst prüfst.