MIMO
MIMO steht in fast jedem Datenblatt eines LTE- oder 5G-Routers. Hier liest du, was 2x2 und 4x4 heißt und wann es etwas bringt.
Stand:
MIMO (Multiple Input, Multiple Output) heißt, dass Sender und Empfänger mehrere Antennen gleichzeitig nutzen und darüber parallele Datenströme schicken. Weil die Signale auf leicht verschiedenen Wegen ankommen, kann der Empfänger sie auseinanderhalten. So passt auf dieselbe Frequenz ein Vielfaches an Daten.
Was 2x2 und 4x4 bedeuten
Die Angabe nennt Sende- mal Empfangsantennen. Bei 2x2 MIMO laufen zwei Datenströme, bei 4x4 bis zu vier. Fast jedes Smartphone und jeder einfache LTE-Router beherrscht 2x2. Bessere Router und die meisten 5G-Router haben vier Empfangsantennen für 4x4. Am Mast nutzen die Netzbetreiber für 5G auf 3,6 GHz Antennen mit 32 oder 64 Elementen (Massive MIMO), die ihr Signal gezielt auf einzelne Geräte ausrichten.
Wann MIMO zuhause hilft
MIMO entfaltet seine Wirkung bei gutem bis mittlerem Empfang. Ist das Signal sehr schwach, schaltet das Netz auf einen einzigen Datenstrom zurück, dann zählt nur noch die Signalstärke. Ein 4x4-Router bringt in solchen Lagen trotzdem etwas, weil er mit mehr Antennen auch schwache Signale sauberer einfängt.
Bei einer Außenantenne heißt MIMO: zwei Anschlusskabel, bei 4x4 vier. Eine Antenne mit nur einem Kabel halbiert im Zweifel dein Tempo. Gute MIMO-Antennen sind kreuzpolarisiert, im Datenblatt steht dann „±45°“. Mehr dazu unter Empfang verbessern.
Die Technik ist älter als LTE. Sie steckte schon in WLAN nach 802.11n und in WiMAX. Bei LTE gehört sie seit dem Start zum Standard, bei LTE-Advanced kam 4x4 dazu.