Netzausbau
Ob dein Netz morgen besser wird, hängt am Netzausbau. Hier steht, wer ausbaut, wozu die Netzbetreiber verpflichtet sind und was gerade passiert.
Stand:
Netzausbau heißt, ein Netz um neue Standorte, Frequenzen oder Technik zu erweitern. Im Mobilfunk sind das neue Funkmasten, zusätzliche Frequenzbänder an bestehenden Masten und der Umbau auf 5G. Im Festnetz geht es heute vor allem um Glasfaser.
Wer ausbaut und warum
Den Mobilfunk bauen die Netzbetreiber selbst: Telekom, Vodafone, o2 und seit 2023 1&1 mit eigenem Netz. Rechnen muss es sich für sie, deshalb kommen Städte zuerst. Damit das Land nicht zurückbleibt, verbindet die Bundesnetzagentur die Frequenzen mit Versorgungsauflagen. Bei LTE mussten 2010 zuerst die unversorgten Gemeinden ans Netz. Die Frequenzen bei 800, 1800 und 2600 MHz hat die Behörde 2025 um fünf Jahre verlängert und dafür neue Pflichten gesetzt:
- ab 2029 mindestens 100 Mbit/s für 99 Prozent der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden jedes Bundeslands
- ab 2029 mindestens 100 Mbit/s an allen Bundesstraßen
- ab 2030 mindestens 50 Mbit/s auf 99,5 Prozent der Fläche Deutschlands
Der Bund hat außerdem Masten in Funklöchern gefördert. Das Programm lief schleppend, wie unter weißer Fleck nachzulesen ist; den größten Teil der Lücken haben die Netzbetreiber auf eigene Rechnung geschlossen.
Was der Ausbau zuhause ändert
Ein neuer Mast im Ort kann den Empfang von einem Tag auf den anderen verdoppeln. Genauso oft passiert der Fortschritt unsichtbar: Am bestehenden Mast kommt ein weiteres Frequenzband dazu, oder 5G auf 3,6 GHz. Wer heute über LTE surft, profitiert davon meist ohne neuen Vertrag, manchmal braucht es einen neueren Router.
Ob in deiner Gegend gebaut wird, zeigen die Ausbaukarten der Netzbetreiber und der Breitbandatlas. Den aktuellen Stand je Ort fasst die Ortssuche zusammen; mehr zum Thema auch unter Ausbaustatus.