NGMN
NGMN war 2011 ein Schlagwort für das 4G-Netz. Hier steht, was sich wirklich dahinter verbirgt und was davon geblieben ist.
Stand:
NGMN (Next Generation Mobile Networks) ist ein Zusammenschluss von Mobilfunkbetreibern, Herstellern und Hochschulen, gegründet 2006 von großen internationalen Netzbetreibern. Die Allianz baut keine Netze und schreibt keine Normen. Sie formuliert, was die Betreiber von der nächsten Generation erwarten, und gibt das an die Normungsgremien weiter.
NGMN und LTE
Gegründet wurde NGMN in der Zeit, als der Nachfolger von UMTS verhandelt wurde. Die Betreiber wollten damals ein reines IP-Netz mit niedriger Latenz, flacher Architektur und günstigerem Betrieb. Diese Wünsche flossen in LTE ein, und als LTE sich gegen WiMAX durchsetzte, war das auch ein Erfolg der Betreiber-Linie.
Um 2011 wurde „NGMN“ in Deutschland oft als Synonym für das kommende 4G-Netz benutzt. Das war ungenau: NGMN ist der Verband, LTE die Technik.
NGMN heute
Die Allianz gibt es weiter, mit Sitz in Düsseldorf. Ihr Weißbuch zu 5G von 2015 prägte die Ziele der fünften Generation. Seit einigen Jahren arbeitet sie an den Anforderungen für 6G; 2025 hat sie dazu Kernbotschaften der Betreiber veröffentlicht, die einen Umstieg ohne teuren Austausch aller Technik verlangen.
Für dein Internet zuhause spielt NGMN keine direkte Rolle. Der Name taucht vor allem in Fachartikeln auf. Was heute in den Netzen läuft, steht unter LTE und 5G Standalone; die Website der Allianz liegt unter ngmn.org.