Latenzzeit

Die Latenzzeit sagt, wie schnell eine Verbindung reagiert, nicht wie viel durchpasst. Hier steht, was du über LTE und 5G erwarten kannst.

Stand:

Die Latenzzeit ist die Zeit, die ein Datenpaket von deinem Gerät zu einem Server und zurück braucht. Gemessen wird sie in Millisekunden, meist als „Ping“ in einem Speedtest. Mit der Bandbreite hat sie wenig zu tun: Eine Leitung kann viel durchlassen und trotzdem träge reagieren.

Was die Latenz zuhause bedeutet

Beim Surfen und Streamen merkst du sie kaum. Spürbar wird sie bei allem, was in Echtzeit läuft: Videokonferenzen, Telefonie per Voice over IP, Onlinespiele, Fernzugriff auf den Firmenrechner. Ab etwa 100 Millisekunden werden Gespräche holprig, Spiele reagieren verzögert.

Grobe Werte zur Einordnung, gemessen zu einem Server in Deutschland:

  • Glasfaser: meist unter 10 ms
  • Kabel und DSL: etwa 10 bis 25 ms
  • LTE: etwa 20 bis 50 ms, bei voller Zelle mehr
  • 5G: ähnlich wie LTE, mit 5G Standalone oft etwas weniger

Für fast alles im Haushalt reicht LTE damit aus. Kritisch wird es abends, wenn sich viele die Funkzelle teilen: Dann schwankt der Ping, und genau dieses Schwanken (Jitter) stört Spiele und Anrufe mehr als ein gleichmäßig höherer Wert.

Was du tun kannst

Besserer Empfang senkt auch die Latenz, weil weniger Pakete wiederholt werden müssen. Ein Router am Fenster oder eine Außenantenne hilft oft mehr als ein schnellerer Tarif; Tipps stehen unter Empfang verbessern. Verbinde Spielkonsole oder Rechner per Kabel statt über WLAN, das spart noch einmal einige Millisekunden.

Früher war das anders. Zu UMTS-Zeiten lagen 100 ms und mehr an, und Internettelefonie über Mobilfunk war mühsam. Erst LTE hat die Latenz in die Nähe einer Leitung gebracht.