5G

5G ist der Nachfolger von LTE und heute fast überall im Netz. Hier steht, was dahintersteckt und warum „5G“ nicht immer gleich schnell ist.

Stand:

5G ist die fünfte Generation des Mobilfunks und der Nachfolger von LTE (4G). Der Funkstandard heißt technisch 5G NR (New Radio). Er bringt mehr Tempo, kürzere Latenzzeiten und Platz für sehr viel mehr Geräte je Funkzelle.

In Deutschland wurden die 5G-Frequenzen bei 2 und 3,6 GHz im Sommer 2019 versteigert, an Telekom, Vodafone, Telefónica (o2) und 1&1. Vodafone und die Telekom schalteten die ersten Stationen noch 2019 ein, o2 folgte 2020. Laut Bundesnetzagentur ist im Oktober 2025 rund 95 Prozent der Fläche mit 5G versorgt, bei der Telekom allein etwa 87 Prozent, bei Vodafone und o2 gut drei Viertel.

Warum 5G nicht gleich 5G ist

Hinter dem „5G“ in der Anzeige stecken sehr verschiedene Netze. Den großen Flächenanteil schaffen die Betreiber mit 5G auf niedrigen Frequenzen wie 700 MHz, oft im selben Spektrum wie LTE (Dynamic Spectrum Sharing). Das reicht weit, ist aber kaum schneller als gutes LTE. Das richtige Tempo kommt von 5G auf 3,6 GHz (Band n78) mit 50 bis 100 MHz breiten Blöcken: mehrere hundert Mbit/s, unter guten Bedingungen auch über 1 Gbit/s. Dieses Band reicht aber nur einige hundert Meter weit und kommt schlecht durch Wände.

Dazu kommt die Bauart. Die meisten 5G-Verbindungen laufen bisher als Non-Standalone: Die Steuerung geht über LTE, 5G liefert zusätzliche Datenkapazität. Bei 5G Standalone läuft alles über 5G, mit kürzerer Latenz und neuen Funktionen.

5G für Internet zuhause

Wo 5G auf 3,6 GHz am Haus ankommt, ist ein 5G-Router eine echte Alternative zu DSL und oft auch zu Kabel. Weiter vom Mast entfernt bringt 5G oft wenig gegenüber LTE. Dann kann ein guter LTE-Router mit Außenantenne die bessere Wahl sein. Tarife für zuhause mit unbegrenztem Volumen haben alle drei großen Netzbetreiber; sie stehen im Tarifvergleich. Wie du das abwägst, steht unter 5G oder LTE, passende Geräte unter 5G-Router und den Überblick unter 5G zuhause.