QAM
Die QAM-Stufe steht in vielen Router-Datenblättern. Hier steht, was sie bedeutet und warum sie nur bei gutem Empfang etwas bringt.
Stand:
QAM (Quadraturamplitudenmodulation) ist ein Verfahren, mit dem ein Funksignal mehrere Bits auf einmal trägt. Dazu ändert der Sender gleichzeitig Stärke (Amplitude) und Phase einer Trägerwelle. Jede Kombination steht für ein Bitmuster. Die Zahl vor „QAM“ sagt, wie viele Kombinationen es gibt.
Die Stufen im Überblick
| Stufe | Bits je Symbol | Wo sie vorkommt |
|---|---|---|
| QPSK (4-QAM) | 2 | bei schwachem Empfang, am Zellrand |
| 16-QAM | 4 | UMTS mit HSDPA, LTE |
| 64-QAM | 6 | HSPA+, LTE |
| 256-QAM | 8 | LTE-Advanced, 5G, Kabelnetz |
| 1024-QAM | 10 | Wi-Fi 6 (802.11ax), neuere 5G-Versionen |
| 4096-QAM | 12 | Wi-Fi 7 (802.11be), DOCSIS 3.1 |
Von 64- auf 256-QAM steigt das Tempo also um ein Drittel, ohne dass mehr Frequenz nötig wäre.
Warum der Empfang den Ausschlag gibt
Je mehr Kombinationen, desto enger liegen sie beieinander. Ein Störsignal oder schwacher Empfang macht sie dann ununterscheidbar. Netz und Router wählen die Stufe deshalb laufend neu, je nach Signalqualität. In Mastnähe läuft dein LTE-Router mit 256-QAM, am Rand der Zelle fällt er auf QPSK zurück und überträgt ein Viertel so viel je Symbol.
Für Internet zuhause heißt das: Unterstützt dein Router 256-QAM (bei LTE ab etwa Kategorie 11 oder 12), nutzt er das nur bei gutem Signal. Wer am Fenster oder mit Außenantenne den Empfang verbessert, holt sich damit auch die höheren Stufen. Tipps dazu stehen unter Empfang verbessern.
QAM steckt nicht nur im Mobilfunk. DSL, das Kabelnetz und WLAN arbeiten ebenfalls damit, und Kabel-TV übertrug schon früh digitales Fernsehen per QAM.