GSM
GSM ist das älteste Mobilfunknetz, das noch läuft. Hier steht, wofür es heute gebraucht wird und wann Telekom, Vodafone und o2 es abschalten.
Stand:
GSM (Global System for Mobile Communications) ist der Standard für digitalen Mobilfunk der zweiten Generation, kurz 2G. In Deutschland startete er 1992 mit den Netzen D1 der Telekom und D2 von Mannesmann, heute Vodafone. E-Plus folgte 1994, Viag Interkom, das heutige o2, 1998. GSM ersetzte das analoge C-Netz und machte das Handy zum Massenprodukt.
GSM war für Telefonate und SMS gebaut. Daten kamen erst später dazu, über GPRS und EDGE, mit höchstens gut 200 kbit/s. Es funkt in Deutschland auf 900 und 1800 MHz und teilt die Kanäle über Zeitschlitze auf, ein Verfahren namens TDMA.
Wofür GSM heute noch läuft
Alles Schnelle läuft längst über LTE und 5G. Seit 3G 2021 abgeschaltet wurde, ist GSM die Rückfallebene: für Telefonate, wo kein LTE ankommt, für ältere Handys ohne Telefonie über LTE (VoLTE) und für Millionen Maschinen, die über 2G funken, von der Alarmanlage bis zum Notrufsystem eCall im Auto.
Für Internet zuhause spielt GSM keine Rolle. Bucht sich dein Router ins GSM-Netz ein, ist das ein Zeichen, dass LTE an diesem Platz nicht ankommt. Ein anderer Standort oder eine Außenantenne helfen dann meist; Tipps stehen unter Empfang verbessern.
Wann GSM abgeschaltet wird
| Netzbetreiber | Geplantes Ende von 2G |
|---|---|
| Telekom | 30. Juni 2028 |
| o2 | zweite Jahreshälfte 2028 |
| Vodafone | schrittweise bis Ende 2030 |
Stand der Ankündigungen: Oktober 2026. Die frei werdenden Frequenzen bekommen LTE und 5G. Prüfe vorher, ob ältere Geräte im Haushalt nur über 2G funken: Alarmanlagen, Notrufuhren, Hausnotruf oder ein Handy für die Eltern, das nur „2G“ kann. Der Hersteller oder Dienstleister weiß, ob ein Tausch nötig ist. 1&1 betreibt mit seinem eigenen Netz übrigens gar kein GSM; dessen Kunden fallen dafür ins Netz von Vodafone zurück.