Netzabdeckung
Fast 100 Prozent LTE-Abdeckung klingt nach Entwarnung. Hier steht, wie die Zahl entsteht und was sie über deinen Empfang zuhause sagt.
Stand:
Die Netzabdeckung gibt an, welcher Anteil der Fläche oder der Haushalte von einem Mobilfunknetz versorgt wird. Die Netzbetreiber melden ihre Werte an die Bundesnetzagentur, die sie im Mobilfunk-Monitoring als Karte veröffentlicht.
Wie weit LTE und 5G reichen
Nach Haushalten ist LTE praktisch flächendeckend: Im Oktober 2025 lag die Abdeckung mit mindestens einem Netz bei 99,93 Prozent der Haushalte und 97,71 Prozent der Fläche, so der Bundesrechnungshof in seinem Bericht vom August 2026. Für 5G nannte die Bundesnetzagentur im Januar 2025 rund 94 Prozent der Fläche, mit allen Ausprägungen von 5G zusammengezählt. Jeder einzelne Netzbetreiber liegt darunter.
Was die Zahl nicht sagt
Abdeckung heißt: Das Netz ist im Freien messbar, oft gerechnet in Rastern von 100 mal 100 Metern. Im Haus, hinter dicken Wänden oder im Keller kann davon wenig ankommen. Und Abdeckung sagt nichts über Tempo oder Auslastung. Eine Fläche zählt als versorgt, auch wenn sich dort abends zu viele eine Zelle teilen.
Für Internet zuhause ist daher nicht die Frage, ob LTE da ist, sondern wie gut. Die Karten der Netzbetreiber unterscheiden meist zwischen „gut“, „mittel“ und „im Gebäude“. Am verlässlichsten ist ein eigener Test vor Ort: Speedtest mit dem Smartphone am geplanten Router-Platz, zu verschiedenen Tageszeiten, in jedem Netz, das infrage kommt. Viele Zuhause-Tarife lassen sich in den ersten Wochen kündigen, das nimmt das Risiko.
Die Lage an deinem Ort, mit LTE, 5G und den Leitungen, fasst die jeweilige Ortsseite zusammen. Wo gar kein Netz ankommt, spricht man von einem weißen Fleck; wie es mit dem Ausbau weitergeht, steht unter Netzausbau.