TDD (Time Division Duplex)

TDD ist die Art, wie 5G auf 3,6 GHz Hin- und Rückrichtung teilt. Hier steht, wie das geht und was es für dein Internet zuhause bedeutet.

Stand:

TDD (Time Division Duplex, Zeitduplex) heißt, dass Senden und Empfangen dieselbe Frequenz nutzen und sich in kurzen Zeitschlitzen abwechseln. Das Gegenstück ist FDD (Frequency Division Duplex), bei dem Downlink und Uplink auf zwei getrennten Frequenzen gleichzeitig laufen. Beide Verfahren erklärt der Eintrag Duplexverfahren.

Wo TDD in Deutschland funkt

Die klassischen LTE-Bänder bei 800, 1800 und 2600 MHz sind gepaart und arbeiten mit FDD. TDD-Blöcke gab es für LTE zwar auch, etwa im 2600-MHz-Bereich, sie spielten aber kaum eine Rolle.

Das hat sich mit 5G geändert. Das Kapazitätsband bei 3,6 GHz (n78), das Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 2019 ersteigert haben, ist ein TDD-Band. Die meisten schnellen 5G-Verbindungen laufen also im Zeitduplex. Die Zeitschlitze sind dabei bundesweit abgestimmt, damit sich benachbarte Netze nicht stören.

Was das zuhause bedeutet

TDD hat einen Vorteil: Das Netz kann die Zeit ungleich verteilen. Bei 5G gehen grob drei Viertel der Schlitze an den Download, weil dort der meiste Verkehr anfällt. Das bringt hohe Downloadraten auf 3,6 GHz.

Der Upload profitiert weniger. Er bekommt nur einen kleinen Teil der Zeit, und auf 3,6 GHz reicht das schwache Sendesignal deines Routers nicht weit. Viele 5G-Router senden deshalb über ein FDD-Band wie 700 oder 1800 MHz zurück, während der Download auf 3,6 GHz läuft. Lädst du viel hoch, lohnt der Blick auf die Uplink-Werte in Tests. Welcher Router das gut beherrscht, steht unter 5G-Router.