Uplink
Beim Internet über LTE und 5G ist der Uplink oft der Engpass. Hier steht, warum das so ist und was du dagegen tun kannst.
Stand:
Der Uplink ist im Mobilfunk die Funkstrecke von deinem Gerät zum Mast, also die Senderichtung. Die Gegenrichtung heißt Downlink. Für die Datenmenge, die ins Internet fließt, ist auch der Begriff Upstream üblich.
Warum der Uplink langsamer ist
Zwei Gründe. Erstens verteilen die Netze ihre Kapazität ungleich, weil die meisten Menschen viel mehr laden als senden. Bei 5G auf 3,6 GHz geht der größte Teil der Zeitschlitze an den Download, siehe TDD.
Zweitens sendet dein Router mit einem Bruchteil der Leistung, die der Mast hat. Ein Handy oder Router darf mit etwa 0,2 Watt senden, eine Antenne am Mast mit vielen Watt. Am Rand einer Zelle reißt deshalb meist zuerst der Uplink ab: Der Router hört den Mast noch, aber der Mast den Router kaum.
Bei LTE sind in guter Lage 20 bis 50 Mbit/s im Uplink üblich, in schwacher Lage auch unter 5.
Was das zuhause bedeutet
Für Surfen und Streaming spielt der Uplink kaum eine Rolle. Spürbar wird er bei Videokonferenzen im Homeoffice, bei Cloud-Backups, beim Hochladen von Fotos und bei Kameras, die ins Netz streamen. Für eine Videokonferenz in HD reichen 3 bis 5 Mbit/s, sie müssen aber stabil anliegen.
Was am meisten hilft, ist besserer Empfang: Ein Router am Fenster oder eine Außenantenne verbessert den Uplink oft stärker als den Download, weil sie das schwache Sendesignal näher an den Mast bringt. Mehr dazu unter Empfang verbessern.